Der Businessplan: Für wen, mit welchen Inhalten?

Wenn neue Geschäftspartner an Bord kommen, ist ein Businessplan immer nützlich und meistens notwendig. Aber auch wenn das Management, die Struktur und die Beteiligungsverhältnisse eines Unternehmens stabil sind, hilft ein Businessplan, Ziele, Zahlen und Märkte zu managen.

Wenn Investoren oder eine Finanzierung gesucht werden, eine Fusion, Nachfolgeregelung oder der Verkauf eines Unternehmens im Raum stehen, ist ein solider Businessplan unabdingbar.

 

Struktur und Inhalte eines Businessplans

Unsere Partnerbank UBS schlägt in ihrer Businessplan-Vorlage, die hier zum Download bereit steht, folgende Struktur vor:

  1. Executive Summary
  2. Firmenübersicht / Organisation
  3. Management / Verwaltungsrat / Berater
  4. Geschäftsmodell
  5. Markt / Industrie / Konkurrenz
  6. Finanzen
  7. Kontaktinformationen / Disclaimer

 

Im ersten Kapitel gilt es dabei schon, auf den Punkt zu kommen und eine gute und überzeugende Übersicht mit den wichtigsten Fakten zu liefern: Das Management oder Executive Summary ist der Businessplan in Kurzform. Ein/e Interessent:in sollte es in Kürze lesen und verstehen können. Und ganz wichtig: Hier wird bereits festgehalten, was man von neuen Geschäftspartnern möchte.

Als zweiter Schritt folgt in der Firmenübersicht ein kurzer Beschrieb der Geschäftsidee, die Organisation, Anzahl Mitarbeiter und Rechtsform sowie die Firmengeschichte mit Milestones. Weiter gehören in dieses Kapitel zum Beispiel Führungsinstrumente sowie die Aufbau- und Ablauforganisation.

Danach folgen das Know-how, die Erfahrung, die Erfolge und das Netzwerk der wichtigsten Personen des Unternehmens (Management, Verwaltungsrat, Berater).

Am ausführlichsten folgt als vierter Teil das Geschäftsmodell, mit den Produkten und Dienstleistungen – der Unique Selling Proposition (USP) – und Informationen zu den Kunden, dem Vertrieb, der Beschaffung und der Produktion. Wichtig sind dabei die bestehenden und geplanten Marktleistungen, bestehende und zukünftige Produktionsanlagen sowie welche Technologien zum Einsatz kommen sollen. Welche Halbfabrikate oder Dienstleistungen werden selbst erbracht, welche werden zugekauft. Welche sind die wichtigsten Lieferanten, welches wichtige Rohstoffe. In diesem Kapitel ist auch eine überzeugende Marketing- und Vertriebsstrategie wichtig.

Danach folgt der Fokus auf den Markt, die Industrie und Konkurrenz. Hierbei wird die Marktstruktur, das Marktumfeld sowie die Konkurrenz analysiert und daraus das Marktpotential sowie die Marktentwicklung abgeschätzt. Anhand einer Konkurrenzanalyse wird ein Stärken-Schwächen-Profil (SWOT-Analyse) erstellt und die wichtigsten aktuellen und potentiellen Konkurrenten ermittelt.

Mit den Finanzen kommen danach die Hardfacts ins Spiel, sie sind nach dem Geschäftsmodell der zweitwichtigste Teil eines Businessplans. Sie beinhalten den Umsatz und Gewinnentwicklung der letzten 3 bis 4 Jahre (resp. seit Gründung), das aktuelle Budget und die Budgeterreichung, die finanzielle Planung der nächsten 3 bis 5 Jahre inklusive Cash Flows. Darüber hinaus gehören die Bilanzstruktur und die derzeitige Finanzierungsstruktur dazu. Mithilfe der Finanzplanung wird aufgezeigt, wo die notwendigen Mittel herkommen und wie diese verwendet werden sollen, damit die Ziele wie geplant erreicht werden können. Daraus zeigt sich der Finanzierungsbedarf woraus sich wiederum das Finanzierungskonzept erstellen lässt.

 

Kurz, prägnant und verständlich

Ein Businessplan sollte kurz und präzise formuliert und übersichtlich dargestellt werden. Der Umfang eines Businessplans sollte in der Regel nicht mehr als 20 bis 30 Seiten betragen. Beilagen wie Bilanzen und Analysen, Lebensläufe von wichtigen Personen, Medienberichte, relevante Auszeichnungen, Broschüren der Firma oder der Produkte/Dienstleistungen werden im Anhang beigelegt.

Die KMU-Seite des Bundes fasst den Businessplan wie folgt zusammen: «Der Businessplan gibt Auskunft über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Unternehmens. Er enthält Aussagen über die Strategie, die Marktsituation, geplante Massnahmen und den Finanzbedarf. Zunächst einmal dient der Businessplan dazu, die Eckpfeiler des Managements sowie die zugrundeliegenden Vorstellungen und Zielsetzungen festzuhalten. Erst in einem zweiten Schritt soll er den Lesern – potenziellen Geschäftspartnern und Investoren – einen detaillierten Überblick über die Risiken und Chancen des Unternehmens liefern.»

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