Fasoon & Friends
Wir stellen vor: Gründer:innen und Unternehmer:innen
Hier stellen wir dir Gründer und Unternehmer vor. Keine trockenen Business-Berichte, sondern Geschichten über Hürden, Erfolge und den Mut, es einfach zu tun.
In diesem Beitrag: Biltong House (Weinguru GmbH)
Wer bist du und was macht dein Unternehmen genau?
Ich bin Severin Brunner, Geschäftsführer von BILTONG HOUSE. Wir sind ein Schweizer Online-Shop für hochwertiges südafrikanisches Biltong und weitere Premium-Trockenfleischprodukte. Unser Fokus liegt auf Qualität, authentischem Geschmack und proteinreichen Snacks als Alternative zu herkömmlichem Beef Jerky.
Seit wann gibt es eure Firma?
Die Weinguru GmbH wurde am 29. September 2017 gegründet. Anfangs importierte ich hauptsächlich deutsche Weine, merkte aber relativ schnell, dass diese bei Schweizer Kunden nicht so gefragt waren. Durch mehrere Reisen nach Südafrika lernte ich Biltong kennen und vermisste diesen Snack danach in der Schweiz – daraus entstand 2022 die Idee für BILTONG HOUSE. Seitdem fokussieren wir uns auf authentisches südafrikanisches Biltong und hochwertige Trockenfleischprodukte
Wie viele Personen arbeiten für deine Firma?
BILTONG HOUSE wird hauptsächlich von mir geführt und basiert auf einer engen Kooperation mit KapWeine. KapWeine unterstützt uns seit Beginn in wichtigen Bereichen wie Logistik, Lagerung, Versand und operativen Abläufen. Dadurch können wir effizient arbeiten und uns stark auf den Ausbau der Marke, den Online-Shop sowie das Kundenerlebnis fokussieren. Gemeinsam verbindet uns die Leidenschaft für hochwertige südafrikanische Produkte und authentischen Genuss.
Wie lange hat es gedauert von der ersten Idee bis zur offiziellen Gründung?
Von der ersten Idee bis zur offiziellen Umsetzung dauerte es ungefähr ein halbes Jahr. In dieser Zeit ging es vor allem darum, passende Produkte und Lieferanten zu finden, den Online-Shop aufzubauen Unser Ziel war es von Anfang an, authentisches südafrikanisches Biltong in hoher Qualität in der Schweiz anzubieten
Welche Themen haben dich in der Gründungsphase am meisten beschäftigt? Hättest du dir dabei mehr externe Unterstützung gewünscht?
Am meisten beschäftigt haben mich der Aufbau der Marke, die Produktauswahl, der Online-Shop sowie die gesamte Logistik und Import-Thematik. Gerade bei Lebensmitteln gibt es viele Details, die sauber umgesetzt werden müssen.
Welche waren die grössten Herausforderungen am Anfang deiner Geschäftstätigkeit? Wie hast du sie gemeistert?
Die grössten Herausforderungen waren am Anfang definitiv die Suche nach zuverlässigen Lieferanten, die Sicherstellung einer konstant hohen Produktqualität sowie die Import- und Logistikprozesse. Gleichzeitig musste der komplette Online-Shop aufgebaut und die Marke überhaupt erst bekannt gemacht werden.
Gemeistert habe ich das vor allem durch viel Eigeninitiative, intensives Testen der Produkte und kontinuierliche Optimierung. Zudem habe ich von Anfang an grossen Wert auf authentische Produkte, professionelles Branding und eine starke Online-Präsenz gelegt, um Vertrauen bei den Kunden aufzubauen.
Wie schätzt du die Rahmenbedingungen der Schweiz ein, um selbst ein Unternehmen aufzubauen?
Die Schweiz bietet grundsätzlich gute Voraussetzungen für Unternehmertum, gleichzeitig sind die Hürden aber nicht zu unterschätzen. Gerade als kleines Unternehmen sind die hohen Kosten – beispielsweise für Versand, Lagerung oder Marketing – eine grosse Herausforderung. Dazu kommt ein relativ hoher bürokratischer Aufwand, besonders im Lebensmittelbereich. Trotzdem bietet die Schweiz auch viele Chancen, wenn man ein qualitativ starkes Produkt und eine klare Positionierung hat.
Nenne uns ein unternehmerisches Erlebnis, an welches du dich gerne erinnerst.
Ein besonders schönes Erlebnis war der Moment, als die ersten regelmässigen Bestellungen eingegangen sind und wir gemerkt haben, dass die Kunden unser Produkt wirklich feiern. Gerade weil Biltong in der Schweiz noch eher unbekannt ist, war es ein tolles Gefühl zu sehen, wie schnell sich eine kleine Community aufgebaut hat und Kunden wiederholt bestellt haben.
Was möchtest du Startups mit auf den Weg geben?
Einfach starten und sich nicht von Perfektionismus bremsen lassen. Viele Dinge lernt man erst im Prozess. Gleichzeitig ist es wichtig, ein Produkt zu haben, hinter dem man wirklich steht, und langfristig dranzubleiben. Gerade am Anfang braucht es viel Geduld, Eigeninitiative und die Bereitschaft, ständig dazuzulernen.
Was war der ausschlaggebende Grund, dass du dich selbständig gemacht hast?
Der ausschlaggebende Grund war meine Leidenschaft für südafrikanisches Biltong und die Idee, ein Produkt anzubieten, das es in dieser Qualität in der Schweiz kaum gab. Ich bin weiterhin in einer Vollzeitbeschäftigung tätig – BILTONG HOUSE ist für mich vor allem ein Herzensprojekt und eine grosse Passion neben dem Beruf.
Wie hat dein Umfeld darauf reagiert, als du dich selbständig gemacht hast?
Mein Umfeld hat grundsätzlich sehr positiv reagiert. Viele fanden die Idee spannend, weil Biltong in der Schweiz noch relativ unbekannt ist.
Würdest du es wieder tun? Warum?
Ja, definitiv. Es macht Spass, etwas Eigenes aufzubauen und eine Marke Schritt für Schritt wachsen zu sehen. Besonders motivierend ist das direkte Feedback der Kunden und die vielen positiven Bewertungen, die wir erhalten. Mittlerweile hat BILTONG HOUSE auch eine starke Google-Bewertung aufgebaut, was zeigt, dass die Produkte und der Service bei den Kunden sehr gut ankommen. Trotz der Herausforderungen lernt man unglaublich viel dazu.
Was tust du, um dich von den vielfältigen Herausforderungen als Unternehmer:in zu erholen?
Als Ausgleich versuche ich, möglichst aktiv zu bleiben. Besonders Padel, Bootfahren und Wakesurfen helfen mir, den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken. Gerade neben einer Vollzeitbeschäftigung und dem Aufbau von BILTONG HOUSE ist dieser Ausgleich sehr wichtig.
Ohne welches digitale Tool (App, Software, Gadget) würdest du im Arbeitsalltag nicht überleben?
Definitiv ohne mein Smartphone und Tools rund um E-Commerce, Kommunikation und Marketing. Besonders wichtig sind für mich WIX für den Online-Shop, Social Media Plattformen für Marketing und Kundenaustausch sowie Tools wie ChatGPT, die im Alltag viele Prozesse effizienter machen.
Nutzt du künstliche Intelligenz in deinem Business (z. B. für Content, Prozesse oder Planung)? Wie wichtig ist es für dich?
Ja, definitiv. Künstliche Intelligenz unterstützt mich heute in vielen Bereichen – beispielsweise bei Content-Ideen, Texten, Marketing, Produktbeschreibungen oder der Planung von Kampagnen. Gerade als kleines Unternehmen hilft KI enorm dabei, effizienter zu arbeiten und schneller Ideen umzusetzen. Für mich ist das mittlerweile ein sehr wichtiges Tool im Arbeitsalltag geworden.
Wie/wo arbeitet ihr? Klassisch im Büro, komplett remote oder hybrid?
Sehr flexibel und eher hybrid. Da BILTONG HOUSE neben meiner Vollzeitbeschäftigung aufgebaut wurde, laufen viele Dinge digital und ortsunabhängig – von Produktmanagement über Marketing bis zum Kundenkontakt. Gleichzeitig gibt es natürlich auch operative Aufgaben vor Ort, besonders rund um Produkte und Logistik.
Welches Getränk bestellst du dir an der Bar?
Meistens einen Turbo Toni Zero – unkompliziert, erfrischend und passt eigentlich immer. 😄
Wenn dein Unternehmen ein Song wäre, welcher wäre das?
Wahrscheinlich „Eye of the Tiger“ – weil beim Aufbau von BILTONG HOUSE viel Leidenschaft, Durchhaltewillen und Motivation dahintersteckt. 😄
Vielen Dank für deine Antworten – wir wünschen dir und deinem Unternehmen alles Gute und weiterhin viel Erfolg!
Das Unternehmen in Kürze:
BILTONG HOUSE ist ein Schweizer Online-Shop für hochwertiges südafrikanisches Biltong und Premium-Trockenfleischprodukte. Die Marke steht für authentischen Geschmack, hohe Qualität und proteinreiche Snacks als Alternative zu herkömmlichem Beef Jerky.
Name: Biltong House
Branche: Commerce / Food & Beverage / Premium Snacks
Website: biltong-house.ch
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