Die Statuten bilden das Fundament deiner GmbH oder AG. Sie definieren, wie dein Unternehmen funktioniert, organisiert ist und nach aussen auftritt. Doch Unternehmen entwickeln sich weiter: Strategien ändern sich, neue Partner kommen dazu oder gesetzliche Rahmenbedingungen werden angepasst. In solchen Fällen führt kein Weg an einer Statutenänderung vorbei.
In diesem Beitrag erfährst du, welche Arten von Statutenänderungen es gibt, wann sie notwendig sind und wie der Ablauf konkret aussieht.
Was ist eine Statutenänderung?
Eine Statutenänderung bedeutet, dass du die rechtlichen Grundlagen deiner Firma anpasst. Dazu gehören zentrale Punkte wie Firmenname, Sitz, Zweck oder Kapitalstruktur.
Wichtig:
Nicht jede Änderung in deiner Firma erfordert automatisch eine Anpassung der Statuten. Während grundlegende Elemente zwingend angepasst werden müssen, können einfachere Änderungen oft direkt als Mutation im Handelsregister vorgenommen werden.
Beispiel:
- Mit Statutenänderung: Änderung des Firmennamens oder des Zwecks
- Ohne Statutenänderung: Adresswechsel innerhalb derselben politischen Gemeinde
Grundsätzlich gilt: Sobald sich eine im Handelsregister eingetragene Information ändert, muss diese offiziell angepasst werden.
Welche Arten von Statutenänderungen gibt es?
1. Häufige Statutenänderungen
Folgende Anpassungen gibt es häufig:
- Änderung des Firmennamens
- Verlegung des Sitzes
- Anpassung des Gesellschaftszwecks
- Veränderung des Stamm- oder Aktienkapitals
Diese betreffen direkt die gesetzlich vorgeschriebenen Elemente der Statuten und müssen deshalb zwingend angepasst werden.
2. Strategische und erweiterte Anpassungen
Neben den klassischen Änderungen gibt es auch strategische Erweiterungen der Statuten:
- Einführung von Vorkaufs- oder Konkurrenzregelungen
- Anpassung an neue gesetzliche Anforderungen (z. B. Aktienrecht 2023)
- Einführung neuer Strukturen wie Kapitalband oder Aktienkategorien
Solche Anpassungen sind nicht immer zwingend, können aber entscheidend sein, um dein Unternehmen langfristig optimal aufzustellen.
3. Änderungen ohne Statutenanpassung
Nicht jede Mutation erfordert eine Statutenrevision.
Beispiele:
- Änderung der Geschäftsadresse (innerhalb der gleichen politischen Gemeinde)
- Wechsel von zeichnungsberechtigten Personen
- Ein- und Austritte von Organen
- Übertragung von Stammanteilen
Die richtige Einordnung, ob es sich um eine Statutenänderung oder Mutation handelt, spart dir Zeit und Kosten.
Wann ist eine Statutenänderung notwendig?
Eine Statutenänderung ist immer dann erforderlich, wenn sich zentrale Inhalte deiner Statuten ändern, insbesondere:
- Firma (Name)
- Sitz
- Zweck
- Kapitalstruktur
Auch praktisch gesehen wird eine Anpassung nötig, wenn:
- sich dein Geschäftsmodell verändert
- gesetzliche Vorgaben angepasst werden
- bestehende Regelungen nicht mehr zur Realität passen
Was musst du bei einer Statutenänderung beachten?
1. Beschluss durch das zuständige Organ
Die Statuten können nicht einfach so ohne rechtliche Bestimmungen geändert werden.
- Bei der GmbH entscheidet die Gesellschafterversammlung
- Bei der AG die Generalversammlung
Je nach Änderung sind auch qualifizierte Mehrheiten erforderlich (z. B. bei Zweckänderungen).
2. Öffentliche Beurkundung
Jede Statutenänderung muss durch einen Notar öffentlich beurkundet werden.
Das bedeutet:
- Erstellung einer öffentlichen Urkunde
- rechtlich verbindliche Dokumentation der Änderung
3. Eintrag im Handelsregister
Nach der Beurkundung folgt die Anmeldung beim Handelsregister. Erst mit diesem Eintrag wird die Änderung für Dritte wirksam.
4. Inhaltliche Qualität der Statuten
Neben den formellen Anforderungen solltest du auch strategisch denken:
- Ist der Zweck klar und zukunftsorientiert formuliert?
- Sind wichtige Regelungen sinnvoll abgedeckt?
- Lassen die Statuten Spielraum für Wachstum?
Ablauf einer Statutenänderung – Schritt für Schritt
Der Prozess ist klar strukturiert und besteht aus folgenden Schritten:
1. Änderungen definieren
- Was soll angepasst werden?
- Ist eine Statutenänderung notwendig?
2. Neue Statuten erstellen
- Ausarbeitung der Änderungen (allenfalls mit juristischer Unterstütung)
- Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben
3. Beschluss fassen und notarielle Beurkundung
- Gesellschafter- oder Generalversammlung
- Protokollierung der Entscheidung
Der Notar ist bei der Generalversammlung anwesend und erstellt gleich die öffentliche Urkunde bzgl. des Beschlossenen.
4. Anmeldung beim Handelsregister
- Einreichen aller Unterlagen
5. Eintragung und Publikation
- Veröffentlichung im Handelsregister
- Neue Statuten werden rechtskräftig
Wir unterstützen dich schnell und professionell in diesem Prozess: Hier kannst du Statutenänderungen und Mutationen online erfassen. Wir übernehmen dann die gesamte Abwicklung (inkl. Notar und Handelsregister) für dich.
Wie lange dauert eine Statutenänderung und was kostet sie?
Dauer
In der Regel dauert eine Statutenänderung: ca. 2-4 Wochen, abhängig vom Kanton und Umfang.
Kosten
Die Kosten setzen sich zusammen aus:
- Erstellung der Dokumente
- Notargebühren (sind bei uns inklusive)
- Handelsregistergebühren (werden direkt vom Handelsregister in Rechnung gestellt)
Zur Übersicht, was Statutenänderungen und Mutationen bei uns kosten.
Typische Fehler bei Statutenänderungen
Diese Fehler solltest du vermeiden:
- Unklare oder zu ungenaue Formulierungen
- Fehlende notarielle Beurkundung
- Zu späte Anmeldung beim Handelsregister
- Keine Anpassung an neue gesetzliche Anforderungen
Bist du bereit?
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